Homöopathie-Glossar

Die wichtigsten Begriffe der Repertorisation — klar und kurz erklärt.

Repertorium
Ein systematisch geordnetes Verzeichnis homöopathischer Symptome (Rubriken) mit den Arzneien, die sie hervorbringen. Das Nachschlagewerk der Repertorisation.
Repertorisation
Das Auswerten der Symptome eines Falls mit dem Repertorium, um die ähnlichste Arznei zu finden.
Rubrik
Ein einzelnes Symptom im Repertorium samt allen Arzneien, die es erfahrungsgemäss erzeugen — jede mit einer Wertigkeit.
Wertigkeit (Grad)
Mass dafür, wie sicher und häufig eine Arznei ein Symptom hervorbringt, üblicherweise Grad 1 bis 3 (bei manchen Werken bis 4). Höhere Grade zählen in der Auswertung stärker.
Materia Medica
Die Arzneimittellehre: detaillierte Beschreibung der Symptome, die jede homöopathische Arznei hervorbringt. Gegenstück zum Repertorium.
Simillimum
Das «ähnlichste Mittel» — die Arznei, deren Bild dem Krankheitsbild am nächsten kommt. Ziel jeder Repertorisation.
Arzneimittelbild (Mittelbild)
Die Gesamtheit der charakteristischen Symptome einer Arznei. Beim Repertorisieren setzt man das passende Mittelbild zusammen — daher der Name Mittelbild.
Modalität
Umstände, die ein Symptom bessern oder verschlechtern (z. B. Wärme, Bewegung, Tageszeit). Modalitäten sind oft entscheidend für die Mittelwahl.
Polychrest
Eine vielseitige Arznei mit breitem Wirkungsbild, die bei vielen Beschwerden infrage kommt (z. B. Sulphur, Lycopodium).
Anamnese
Die ausführliche Fallaufnahme, bei der die charakteristischen Symptome des Patienten erhoben werden.
Konstitution
Die individuelle körperlich-seelische Veranlagung eines Menschen, die bei der Mittelwahl mitberücksichtigt wird.
Potenz
Der Verdünnungs- und Potenzierungsgrad einer homöopathischen Arznei (z. B. C30, D12), der ihre Wirkungsstärke bestimmt.

Mehr dazu: Was ist Repertorisation? · Die Repertorien